Aktuelles: am 30.4. fällt das Training aus!

                       Herzlich Willkommen bei                  

FIT-FUN-SAFETY Wäschenbeuren e.V.

          Gemeinnütziger Verein für Gesundheitssport, Gewaltprävention und Selbstverteidigung

Abteilung ESDO

(alle Esdotexte* mit freundlicher Genehmigung von der ESDO Schule Kraichgau)

 

 

FIT-FUN-SAFETY -  in aller Kürze:

Der Verein FIT-FUN-SAFETY Wäschenbeuren e.V. wurde im Jahr 2009 gegründet, und Esdo heißt die Sportart, die wir unterrichten. Unser Ziel ist es, Kinder und Erwachsene so auszubilden, dass sie in bedrohlichen Gewaltsituationen im Ernstfall gerade gegen körperlich erheblich stärkere Gegner bestehen können. Wir trainieren dabei auf der Basis moderner Gesundheitsgymnastik sämtliche körpereigenen Fähigkeiten wie Kraft, Kondition, Schnelligkeit, Flexibilität, Reaktionsvermögen und Reflexe. Esdo ist speziell für schwächere Personen wie z. B. Frauen, Kinder und ältere Menschen geeignet und durch die moderne Methodik leicht erlernbar. Neben den reinen Selbstschutztechniken sind Aufmerksamkeit, Vorbeugung, sicheres Auftreten und Kenntnisse über das Vorgehen von gewaltbereiten Tätern wichtige Voraussetzungen für effektiven Selbstschutz und deswegen auch wesentlicher Bestandteil des Trainings. Jeder wird dabei nach seinen körperlichen Fähigkeiten geschult und nicht in ein bestimmtes Korsett gepresst.



Mitmachen kann bei FIT-FUN-SAFTY jeder von 6 Jahren an aufwärts, eine Altersgrenze gibt es nicht, und  zwei Schnupperproben sind kostenlos. Interessierte Personen können sich gerne unverbindlich bei uns melden. Der monatliche Beitrag beträgt für einzelne Kinder unter 18 Jahren 20 Euro, für Erwachsene 25 Euro, Ehepaare/ Partner 40 Euro, Familien ab 3 Personen 50 Euro.

Ab 10 erwachsenen Personen bieten wir dienstags nach Absprache auch eine allgemeine SV-Einführung oder spezielle, zeitlich begrenzte Frauenkurse zur Gewaltprävention an, in denen unter Simulierung möglichst realer Situationen (Beispiele Straße1, Straße2, Parkhaus, Bahnhof und Überraschungsangriff etc) effektive Selbstschutztechniken gegen solche Angriffe vermittelt werden.

Zudem haben wir nach den schockierenden Berichten aus Winnenden in Zusammenarbeit mit Andreas Martus ein intensives und breit gefächertes Seminar entwickelt  zum Thema  "GEWALT STOPP - Theorie und Praxis zur Gewaltprävention an Schulen". Nähere Informationen dazu finden Sie im Flyer.

 

 

Wir wollen etwas dafür tun, dass IHR KIND oder SIE SELBST  nicht zum Opfer werden!

Deswegen: Esdo bei FIT-FUN-SAFETY !

 

Das Tainerteam Ulrike Bär-Streich und Detlef Streich

 

Diese Kinder hätten kein Opfer sein müssen:

Der Fall Mirco (2010; 11 Jahre alt): "Olaf H. hat den nach Hause fahrenden Jungen zuerst überholt, dann gestellt und ihn aufgefordert, einzusteigen. Mirco sei so unter Schock gestanden, dass er der Aufforderung Folge geleistet habe ..."

Der Fall Mel (2010; 19 Jahre):

„»Was guckst du so?«, fährt er den überraschten Benny an. »Darf ich nicht?«, fragt der zurück. Elias holt mit einer bedrohlichen Geste zum Hieb aus, da steht Benny auf und wehrt den Angreifer mit einer Gegenbewegung ab. Plötzlich hat Elias ein Messer in der Hand. … Jetzt klappt er die Klinge auf und richtet sie gegen die beiden Jungen. Benny merkt, dass es ernst wird, und flüchtet hinter die Sitzbank. Und nun erhebt sich auch Mel. Er ist sein Leben lang ein ruhiger, besonnener Mensch gewesen, darum versucht er auch jetzt, durch begütigende Gesten die Situation zu deeskalieren. Doch da sind die Kumpane von Elias, die ihrem Anführer gefolgt sind, schon heran, einige schlagen blindlings auf den wehrlos dastehenden Mel ein. Schließlich hebt Elias das Messer und rammt es dem schmächtigen Mel in den Oberkörper.“Mel stirbt wenig später an Verblutung.

 

Warum?

»Es gibt doch immer einen Grund: »Einer hat einen Aktenkoffer: Boah, schau, der ist reich! Einer sieht scheiße aus: Hey was guckst du so?

Man muss so lange zuschlagen, dass sich der andere nicht mehr wehren kann, nicht mehr die Polizei rufen kann. Man will ja nicht selber einen abbekommen. Daher ist man ja auch in der Gruppe, nicht alleine. Und man muss so krass sein, dass sich einfach niemand traut einzugreifen. Und dabei muss man den anderen in der Gruppe zeigen, dass man selber den Mut hat, hart ranzugehen, kein Feigling ist.« Manu

 

Eine bedenkliche Statistik:

2012 Zehnjahreshoch in Stuttgart: Die Fälle der Gewaltkriminalität und der Straßenkriminalität, zu der Raub, Diebstahl und Sachbeschädigung an Autos zählen, sind im vergangenen Jahr deutlich mehr geworden. Die Gewalttaten, zu denen Körperverletzung, Vergewaltigung, Mord und Totschlag zählen, nahmen um 9,5 Prozent auf 2591 Taten zu. Bei den schweren Körperverletzungen ist ein Anstieg um 115 Fälle zu verzeichnen, auf insgesamt 1867 Taten und damit 6,6 Prozent mehr als 2010.

Gewaltkriminalität BW 2008
Gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte insgesamt 14.991 Fälle
Einfache Körperverletzung insgesamt 36.140 Fälle
Davon Gruppengewalt  54,9 Prozent

BRD 2007 insgesamt Gewalttaten   218.000 Fälle

Die Zahl der Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen stieg laut den Stuttgarter Nachrichen vom 13.3.2010 im Jahr 2009 in BW  auf 6689 - was einem Anstieg von über zehn Prozent entspricht.

Im Kreis Göppingen betrug 2008 die Anzahl der sogenannten “Rohheitsdelikte“ nach Angaben der Polizei 1257 Fälle. Hierunter sind allein 889 (2007: 903) „einfache” Körperverletzungen enthalten.

DIe Dunkelziffer ist jedoch noch beträchtlich größer, da in etwa nur ein Viertel der Delikte zur Anzeige gelangen. Die Zahl der tatsächlichen Körperverletzungen läge dann viermal höher.

 

Zitat aus dem aktuellen Polizeibericht:

"Gewaltkriminalität und Rohheitsdelikte 2009

Im Summenschlüssel der „Gewaltkriminalität“ sind beispielsweise Tötungsdelikte, Vergewaltigung, Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Angriff auf Kraftfahrer sowie gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte enthalten. Die Zahlen im Landkreis Göppingen sind entgegen des Landestrends mit 349 Fällen (2008: 332) leicht angestiegen. Nach einem kontinuierlichen Rückgang seit dem Jahr 2006 ist damit erstmals wieder ein leichter Anstieg zu beobachten.  

Wegen Delikten der Gewaltkriminalität sind im Jahr 2009 insgesamt 404 Tatverdächtige angezeigt worden. Darunter waren 203 Erwachsene, 90 Heranwachsende (Vergleich zu 2008: plus 21), 90 Jugendliche (minus 24), und 21 Kinder (plus 4). 

Die Anzahl der so genannten “Rohheitsdelikte“ ist im Kreis Göppingen entgegen des Landestrends von 1.257 Fällen auf 1.329 Fälle gestiegen. Hierunter sind allein 955 (2008: 889) „einfache” Körperverletzungen enthalten. Nachdem in diesem Deliktsbereich im Vergleich 2007/ 2008 ein leichter Rückgang der Fallzahlen festzustellen war, ist der Trend nun wieder leicht ansteigend."
 

Aus einer weiteren Polizeibroschüre:

 

Jugendliche als Opfer von Gewalttaten
"Fast jeder fünfte Jugendliche (18,9 %) gab an, in den letzten 12 Monaten Opfer einer Gewalttat geworden zu sein. Bezogen auf die gesamte bisherige Lebenszeit sind es sogar doppelt so viele Jugendliche (38,9 %), die mindestens einmal eine Gewalttat erlitten haben. Bei 3,1 % aller Gewalttaten war die Verletzung derart gravierend, dass eine stationäre Behandlung mit längerem Klinikaufenthalt nötig geworden ist. Bei immerhin einem Fünftel aller Übergriffe führten der oder die Täter eine Waffe mit (z. B. Messer, Schlagstock, Schlagring). Ein Fünftel der Jugendlichen, die in den letzten 12 Monaten Opfer von Gewalt wurden, berichtete davon, dass er/sie diese Situationen bereits fünfmal oder noch häufiger erleben musste.
Wie Abbildung 1 zeigt, haben männliche Jugendliche ein deutlich höheres Opferrisiko als weibliche Jugendliche (mit Ausnahme von sexueller Gewalt). Zudem werden Hauptschüler mit 24,8 % viel häufiger durch Raub, Erpressung, sexuelle Gewalt oder Körperverletzung in Mitleidenschaft gezogen als etwa Gymnasiasten (13,0 %).

Auf den Bereich der Schule bezogen berichten 18,2 % der Jugendlichen, im zurückliegenden Schulhalbjahr geschlagen oder getreten worden zu sein. Opfer von Bedrohungen mit Waffen wurden
1,5%. In der Grundschule kommt es sogar noch häufiger zu Gewalterfahrungen: Jedes fünfte Kind der vierten Grundschulklasse (21,5 %) gibt an, in den vier Wochen vor der Befragung von anderen Schülern geschlagen worden zu sein."

 

 

 

 



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